Wer seinen Stromverbrauch kennt, kann ihn senken. Die besten Geräte und Apps für lückenloses Energiemonitoring – vom einzelnen Gerät bis zum Gesamthaushalt.
Der erste Schritt zur Energieeinsparung ist Transparenz. Wer nicht weiß, was was verbraucht, tappt im Dunkeln. Modernes Energiemonitoring macht den Stromverbrauch auf den Watt genau sichtbar – und zeigt Sparpotenziale, die oft überraschend groß sind.
Ebene 1: Der Gesamthaushalt
Ein Smartmeter-Gateway oder ein Lesekopf am Stromzähler liefert den Gesamtverbrauch in Echtzeit. Empfehlenswerte Lösungen:
- Volkszähler: Open-Source, sehr detailliert, etwas komplex
- Shelly EM: Günstig, einfach, lokale API, für Hutschiene geeignet
- Tibber Pulse: Wenn du Tibber-Stromkunde bist, die eleganteste Lösung
Ebene 2: Einzelne Geräte
Smart Plugs mit Energiemessung (Shelly Plug S, Nous A1T) zeigen den Verbrauch einzelner Geräte. Überraschungen sind garantiert: Ein älterer TV im Standby zieht oft 15–20 Watt – das sind über 100 kWh pro Jahr, ca. 40 € bei aktuellem Strompreis.
Ebene 3: Auswertung und Automatisierung
Home Assistant speichert alle Energiedaten und bietet ein eingebautes Energie-Dashboard. Es zeigt Tages- und Monatsverbräuche, PV-Einspeisung, Netzbezug und Eigenverbrauch in einer übersichtlichen Ansicht. Mit dem Statistics-Graph können Muster über Wochen erkannt werden.
Typische Einsparpotenziale
Geräte im Standby: 50–150 € / Jahr. Suboptimale Heizzeiten: 100–300 € / Jahr. Nicht optimierte Waschzeiten (außerhalb Niedertarifzeiten): 20–50 € / Jahr. Mit Monitoring und Automatisierung lassen sich in einem durchschnittlichen Haushalt 200–400 € pro Jahr einsparen.
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