AVM hat FritzOS 8.25 veröffentlicht – und das überraschend schnell nach dem Vorgänger. Welche Modelle das Update zuerst bekommen, was es konkret verbessert und warum du es für dein Smart-Home-Netzwerk nicht auf die lange Bank schieben solltest.
FritzOS 8.25: Was steckt in dem neuen Update?
AVM hat am 19. März 2026 mit FritzOS 8.25 überraschend schnell nach dem Vorgänger eine neue Firmware-Version für ausgewählte FritzBox-Modelle veröffentlicht. Es handelt sich um ein Wartungs-Update, bei dem der Fokus weniger auf neuen Funktionen, sondern vielmehr klar auf Verbesserungen und Fehlerbeseitigungen liegt. Wer also auf spektakuläre neue Features gehofft hat, wird nüchtern bleiben – aber das ist hier ausdrücklich kein Kritikpunkt.
Ein entscheidender Faktor für das schnelle Update sind Sicherheitsaspekte. Router gehören zu den sensibelsten Geräten im Heimnetz – entsprechend reagiert AVM schnell auf mögliche Schwachstellen. Mit FritzOS 8.25 wurden deshalb auch Sicherheitslücken geschlossen, die nach dem vorherigen Update bekannt geworden sind. Solche Patches werden in der Regel ohne Verzögerung veröffentlicht, um Nutzer bestmöglich zu schützen. Gerade für alle, die FritzBox-Geräte als Herzstück ihres Smart-Home-Setups nutzen, ist das ein wichtiges Signal: Der Router ist das Eingangstor ins gesamte Netzwerk – und damit auch zu deinen smarten Geräten, Türschlössern, Kameras und Thermostaten.
Diese Modelle bekommen FritzOS 8.25 zuerst
Den Anfang machen die FritzBox 6660 Cable und die FritzBox 6591 Cable. Dabei handelt es sich um WLAN-Router für den Kabelanschluss, die beide jeweils rund 20 Verbesserungen erhalten. AVM geht damit bewusst gestaffelt vor und startet nicht mit einem breiten Release für das gesamte Portfolio. Das spricht dafür, dass der Hersteller weiterhin vorsichtig ausrollt und die Verteilung eng kontrolliert.
Wichtig zu wissen, wenn du deine Box vom Netzbetreiber hast: Nutzt du einen Kabel-Router, der dir von deinem Netzbetreiber zur Verfügung gestellt wird, musst du warten, bis dieser das entsprechende Update auf deinen Router automatisch überträgt. Das kann noch einige Wochen dauern. Wer die Box frei im Handel gekauft hat, kann dagegen direkt loslegen.
Für andere FritzBox-Modelle sieht es ebenfalls gut aus: Verbreitete Geräte wie die FritzBox 7590 (inklusive AX), 7530 (inklusive AX), 4050, 4060 sowie die neueren Modelle 7690 und 5690 befinden sich teils noch in der Testphase oder warten auf den finalen Rollout.
Was sich konkret verbessert – die wichtigsten Fixes im Überblick
Einer der zentralen Bugfixes betrifft die Paketbeschleunigung: Update 8.25 korrigiert die Paketverwaltung auf den Kabel-FritzBoxen 6660 und 6591, wenn die Hardwarebeschleunigung aktiv ist. AVM schreibt dazu: "Behoben: In Verbindung mit der aktiven Paketbeschleunigung konnte es zu einem Verlust von ICMP-Paketen kommen." Störungen in der Paketverwaltung führten zu langsamen Übertragungsraten und in manchen Fällen zu Rucklern.
Darüber hinaus wurden weitere relevante Probleme beseitigt:
Schwierigkeiten beim automatischen Anmelden berechtigter Geräte im WLAN bei gesperrtem Standardprofil in der Kindersicherung gehören der Vergangenheit an.
Darstellungsprobleme im Online-Monitor sowie bei WireGuard-Verbindungen wurden laut AVM behoben.
Fehler wurden korrigiert, die bei langsamen Internetverbindungen zu abgebrochenen Updates führen konnten.
Die Bedienung von Zeitplänen in der Kindersicherung soll auf kleineren Displays wie Smartphones und Tablets optimiert worden sein.
Neue Funktionen betreffen auch die Unterstützung von IPv6 im Ausfallschutz sowie dessen Nutzung bei Verbindungen mit fester IP-Adresse.
Als einziges echtes neues Feature gibt es eine optische Überarbeitung: Besitzer einer FritzBox 6660 Cable und FritzBox 6591 Cable, die DVB-C nutzen, profitieren von einer Neuerung, die die Verwendung angenehmer macht – die DVB-C-Funktion der Router-Modelle erhält ein überarbeitetes grafisches Design.
Warum du das Update für dein Smart Home nicht ignorieren solltest
Der Router ist das Fundament jedes Smart-Home-Netzwerks. Smarte Türschlösser, Überwachungskameras, Heizkörperthermostate, Lichtsysteme – sie alle kommunizieren über denselben Router. Eine ungepatchte Sicherheitslücke dort ist damit potenziell ein offenes Scheunentor für dein gesamtes vernetztes Zuhause.
Statt große Versionssprünge in langen Abständen zu veröffentlichen, erscheinen kleinere Updates deutlich häufiger. Für Nutzer bedeutet das: neue Funktionen kommen schneller, gleichzeitig behebt der Hersteller Fehler und Sicherheitsprobleme zeitnah. Das ist grundsätzlich die richtige Strategie – und ein gutes Argument, automatische Updates in den Router-Einstellungen dauerhaft aktiviert zu lassen.
Das Update installierst du ganz einfach: Du erhältst das Update auf FritzOS 8.25 automatisch, wenn du in den Einstellungen deines Routers die automatischen Updates aktiviert hast. Alternativ erfolgt die Installation über die Benutzeroberfläche fritz.box über den Weg System > Updates > Neues FritzOS suchen. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten – trenne den Router dabei aber nicht vom Strom.
Fazit: FritzOS 8.25 ist kein glamouröses Feature-Update, aber ein solides und wichtiges Sicherheits- und Stabilitäts-Paket. Gerade weil dein Router das Tor zu deinem Smart Home ist, solltest du nicht warten, bis das Update von selbst kommt – check es lieber aktiv nach.
Quellen: smarthomeassistent.de, inside-digital.de, connect.de, winfuture.de, digitalfernsehen.de, heise.de, t3n.de, pcwelt.de
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