25 IKEA-Geräte, kein DIRIGERA-Hub, smarte Lampen ab 5,99 € – Samsung SmartThings und IKEA haben ihre Matter-over-Thread-Integration endlich auf ein neues Level gehoben. Was das für deinen Alltag bedeutet und welche Automationen damit möglich sind, li
Schluss mit dem Hub-Chaos: IKEA direkt in SmartThings
Wer bislang IKEA-Geräte mit Samsung SmartThings nutzen wollte, brauchte zwei Hubs gleichzeitig: einen DIRIGERA von IKEA und einen SmartThings Hub. Das war umständlich, teuer und für Einsteiger schlicht abschreckend. Damit ist jetzt Schluss.
Samsung hat die nahtlose Integration von 25 Matter-over-Thread-Geräten aus dem IKEA-Sortiment in die SmartThings-Plattform ermöglicht. Dazu gehören ein Scroll-Wheel-Remote, smarte Lampen, Steckdosen, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren, Luftqualitätssensoren, Bewegungsmelder, Türsensoren und Wasserlecksensoren – sie alle unterstützen jetzt den globalen Smart-Home-Standard Matter und lassen sich direkt mit einem SmartThings Hub verbinden, ohne DIRIGERA als Zwischenstation.
Früher musste der DIRIGERA als Matter-Bridge zwischen IKEAs Zigbee-Geräten und SmartThings vermitteln. Die neuen Geräte nutzen Matter nativ über Thread – ein energiesparendes IPv6-Mesh-Protokoll, das direkt mit jedem Matter-kompatiblen Controller kommuniziert.
Was steckt im Sortiment – und was kostet es?
Die 25 Geräte umfassen KAJPLATS-Lampen in 11 Varianten ab 5,99 $, GRILLPLATS-Steckdosen, Scroll-Wheel-Fernbedienungen, smarte Tasten, den MYGGSPRAY-Bewegungsmelder für 9,99 $, den MYGGBETT-Tür- und Fenstersensor für 7,99 $, einen KLIPPBOK-Wasserleckdetektor für 9,99 $ sowie den ALPSTUGA-Luftqualitätssensor für 29,99 $, der CO₂ und PM2.5 misst – zu rund einem Viertel des Preises vergleichbarer Konkurrenzprodukte.
Damit ist IKEA ernst zu nehmen. Smarte Beleuchtung unter 6 Euro war bislang im Matter-Ökosystem undenkbar. IKEA hat bereits im November 2025 insgesamt 21 neue Matter-kompatible Produkte angekündigt und sich verpflichtet, Matter und Thread als Standard-Protokolle für sein gesamtes Smart-Home-Sortiment einzuführen.
Ein kleiner Haken: Lampen, Steckdosen und Fernbedienungen lassen sich direkt über einen SmartThings Hub via Matter einbinden. Sensoren hingegen benötigen einen Hub – entweder den IKEA DIRIGERA oder eine kompatible Alternative. Das ist kein Dealbreaker, aber gut zu wissen, bevor du einkaufst.
Thread 1.4 und das unsichtbare Netz in deinem Wohnzimmer
Dass das alles so reibungslos funktioniert, hat einen technischen Grund: SmartThings war die erste Plattform, die Thread 1.4 unterstützt hat – das ermöglicht plattformübergreifende Netzwerk-Zusammenführung. Ein SmartThings Hub kann sich einem bestehenden Thread-Netz aus einem anderen Ökosystem anschließen, und alle Thread-Border-Router im Haushalt agieren als ein einziges, gemeinsames Mesh.
Das Beste daran: Thread-Border-Router sind seit 2022 in Samsung TVs, Soundbars und Haushaltsgeräten verbaut – Millionen von Samsung-Gerätebesitzern haben die nötige Infrastruktur für Matter-Geräte bereits zuhause, ohne es zu wissen.
Vor dem Launch haben Samsung und IKEA mehrere Validierungsrunden durchlaufen, um die Verbindungsstabilität zu verbessern, und eine dedizierte Nutzererfahrung innerhalb der SmartThings-App für volle Kompatibilität implementiert. Das klingt nach Marketing, ist aber relevant: Frühe Matter-Implementierungen hatten häufig Probleme mit Geräten, die aus dem Netz verschwanden oder sich nicht hinzufügen ließen.
Praktische Automationen für den Alltag
Genug Theorie – was kannst du damit konkret machen? Einiges.
- Die Scroll-Wheel-Fernbedienung ist ein Highlight: Durch Drehen des Rads lassen sich Helligkeit und Farbtemperatur von Lampen präzise steuern – ideal, um genau die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen.
- An der Wand montiert, erfassen IKEAs Luftqualitäts- und Klimasensoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂-Gehalt und Lichtintensität. SmartThings vergleicht diese Werte mit empfohlenen Bereichen für optimalen Schlaf und erstellt einen Schlafumgebungsbericht mit konkreten Empfehlungen – etwa die Temperatur auf 19–21 °C zu senken.
- Ein IKEA-Türsensor lässt sich über SmartThings Family Care an einer viel genutzten Tür befestigen, um zu verfolgen, ob Angehörige ihren Tag begonnen haben und zuhause aktiv sind – auch aus der Ferne.
- Erkennt der Wasserlecksensor Feuchtigkeit, schickt er sofort eine Benachrichtigung für eine schnelle Reaktion.
Wer bereits ältere IKEA-Geräte mit DIRIGERA nutzt, kann seinen bestehenden Hub über Matter Bridging in SmartThings einbinden und damit auch die alten Geräte über die SmartThings-App steuern – während gleichzeitig neue Matter-native Geräte hinzukommen.
Was noch fehlt: Rollladen- und Jalousiesteuerung soll noch im Laufe dieses Jahres nachgeliefert werden. Für ein so günstiges Einstiegs-Ökosystem ist das Gesamtpaket aber schon jetzt beeindruckend solide.
Quellen: Samsung Newsroom, SmartThings Blog, The Next Web, SmartHome-Labs.de
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