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IKEA x Samsung SmartThings: 25 Matter-over-Thread-Geräte ohne Hub

Freitag, 29. Mai 2026·3 Min. Lesezeit

Foto: Jakub Żerdzicki auf Unsplash

25 neue IKEA-Geräte laufen jetzt nativ in Samsung SmartThings – ohne DIRIGERA-Hub. Smarte Lampen ab 5,99 €, Sensoren unter 10 € und Thread 1.4 machen Matter endlich massentauglich. Was steckt dahinter, was brauchst du wirklich – und wie hilft das bei

Endlich: IKEA-Geräte in SmartThings – ohne zweiten Hub

Bislang war die Kombination aus IKEA und Samsung SmartThings ein Zwei-Hub-Problem: Die alte Integration verlangte gleichzeitig einen IKEA DIRIGERA und einen SmartThings Hub, wobei der DIRIGERA als Matter-Bridge zwischen IKEAs Zigbee-Geräten und dem SmartThings-Ökosystem fungierte. Das ist jetzt Geschichte. Samsung SmartThings und IKEA haben bekanntgegeben, dass 25 neue IKEA-Smart-Home-Geräte sich jetzt direkt per Matter over Thread mit einem SmartThings Hub verbinden lassen – ganz ohne den DIRIGERA als Zwischenstation.

Der entscheidende Trick dabei: Die Integration nutzt Thread-Border-Router, die seit 2022 bereits in Samsung-TVs, Soundbars und Haushaltsgeräten eingebaut sind – das heißt, Millionen Samsung-Haushalte haben die nötige Infrastruktur für Matter-Geräte, ohne es zu wissen. Wer in den letzten zwei Jahren einen Neo-QLED-Fernseher oder eine passende Soundbar gekauft hat, hat die Hub-Hardware also bereits im Regal stehen – ohne es zu wissen.

Was steckt in den 25 Geräten – und was kosten sie?

Die 25 Geräte umfassen IKEAs neue Matter-over-Thread-Linie: KAJPLATS-Lampen in 11 Varianten ab 5,99 €, GRILLPLATS-Steckdosen, Scroll-Wheel-Fernbedienungen, smarte Taster, den MYGGSPRAY-Bewegungsmelder für 9,99 €, den MYGGBETT-Tür-/Fenstersensor für 7,99 €, den KLIPPBOK-Wassermelder für 9,99 € und den ALPSTUGA-Luftqualitätssensor für 29,99 €, der CO₂ und PM2.5 misst – zum Bruchteil dessen, was Konkurrenzprodukte kosten.

Zum Vergleich: Ein Aqara-Türsensor kostet rund 16 €, ein SmartThings-Bewegungsmelder etwa 25 €, Eves Thread-basierter Bewegungsmelder sogar 40 €. IKEA verkauft vergleichbare Funktionen für 8 bis 10 €.

Wichtig zu wissen: Ein Teil der Geräte funktioniert komplett ohne Hub – KAJPLATS-Lampen, GRILLPLATS-Steckdosen sowie Taster und Fernbedienungen lassen sich direkt über Matter einbinden, ohne IKEA-App oder DIRIGERA. Die Sensoren sind eine andere Geschichte: MYGGSPRAY, MYGGBETT, KLIPPBOK und ALPSTUGA benötigen einen Thread-Border-Router – also entweder den DIRIGERA, einen Apple HomePod Mini, ein Apple TV 4K oder bestimmte Google-Nest-Geräte.

Matter over Thread: Was das technisch bedeutet

Matter ist die Anwendungsschicht, die beschreibt, wie Geräte sich vorstellen, Befehle empfangen und Status zurückmelden. Thread ist die Netzwerkschicht darunter – ein selbstheilendes Mesh, in dem jedes Gerät als Router für die anderen fungiert. Das klingt abstrakt, hat aber direkte Alltagsfolgen: Niedrigere Latenz, zuverlässige lokale Automatisierungen – auch wenn das Internet ausfällt – und bessere Skalierbarkeit bei vielen Geräten.

SmartThings war die erste Plattform, die Thread 1.4 adoptiert hat. Das ermöglicht plattformübergreifende Netzwerkunifikation: Ein SmartThings Hub kann einem bestehenden Thread-Netzwerk eines anderen Herstellers beitreten – oder umgekehrt. Das Ergebnis: Alle Thread-Border-Router im Haushalt, unabhängig vom Hersteller, arbeiten als ein einziges einheitliches Mesh.

Der DIRIGERA hat sich dabei vom reinen Zigbee-Controller über eine Matter-Bridge im September 2024 zu einem vollwertigen Matter-Controller Mitte 2025 weiterentwickelt – und kann inzwischen auch Geräte anderer Hersteller einbinden. Wer also noch ältere TRÅDFRI-Geräte auf Zigbee betreibt: Bestehende IKEA-Zigbee-Installationen bleiben über DIRIGERA als Matter-Bridge kompatibel.

Stromkosten senken mit IKEA-Sensoren und SmartThings

Der günstige Einstiegspreis ist nicht nur ein schönes Argument – er macht konkrete Einsparpotenziale zugänglich. Wer einen ALPSTUGA-Luftqualitätssensor oder TIMMERFLOTTE-Temperatursensor für unter 10 € in SmartThings einbindet, bekommt Messdaten, mit denen sich Heizungs- und Lüftungsroutinen automatisieren lassen. Nutzer können damit Funktionen wie Family Care zur Aktivitätsüberwachung nutzen oder Routinen einrichten – etwa zur Steuerung von Klimaanlagen oder zur Warnung bei Wasserlecks.

Die Geräte lassen sich auch in Samsungs breiteres Ökosystem einbinden – Smart-TVs, Klimaanlagen und Waschmaschinen sowie Drittanbieter-Geräte, die SmartThings unterstützt. Gerade für die Verbrauchsoptimierung ist das interessant: Ein GRILLPLATS-Stecker an der Waschmaschine liefert Verbrauchsdaten, ein Bewegungssensor in unbenutzten Räumen schaltet Lampen automatisch ab. Für 80 Prozent des Alltagsnutzens reicht die neue Direktverbindung aus – Bewegung erkannt, Routine ausgelöst, Lampe an.

Wer 2026 in Matter-Hardware investiert, kauft damit keine Hersteller-Sackgasse mehr. Wer auf Matter-over-Thread achtet, kauft keine Hersteller-Blase mehr, sondern Bausteine, die sich untereinander kombinieren lassen. Und mit IKEA-Preisen unter 10 € pro Sensor wird Smart-Home-Automatisierung endlich kalkulierbar – auch wenn du nicht die ganze Wohnung auf einmal ausrüsten willst.

Quellen: Samsung Global Newsroom, SmartThings Blog (blog.smartthings.com), The Next Web (thenextweb.com), Samsung Community (eu.community.samsung.com), smarthome-start.de, techboys.de, smarthome-labs.de

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