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Home Assistant 2026.4: Infrarot-Unterstützung & neue Features

Dienstag, 21. April 2026·4 Min. Lesezeit

Foto: Franco Debartolo auf Unsplash

Home Assistant 2026.4 ist da – und das April-Release hat es in sich: Native Infrarot-Unterstützung macht aus jedem alten Fernseher oder Klimagerät ein vollwertiges Smart-Home-Gerät. Dazu kommen smarte domänenübergreifende Automations-Trigger, Matter-

Infrarot ist zurück – und diesmal als vollwertiger Bürger in Home Assistant

Hast du noch einen alten Fernseher, eine Klimaanlage oder eine Soundbar, die du nur per klassischer Fernbedienung steuerst? Denk kurz daran, wie viele Geräte bei dir zuhause einen Infrarot-Empfänger haben, aber keinerlei Smart-Funktionen – mit 2026.4 können genau diese Geräte als vollwertig steuerbare Einheiten in Home Assistant auftauchen.

Das Herzstück des Updates ist die native Infrarot-Unterstützung: Du kannst ab sofort ältere Geräte – also alles, das per IR-Fernbedienung gesteuert wird – direkt über Home Assistant einbinden, und zwar über günstige ESPHome-basierte IR-Proxys. Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: Kleine ESPHome-basierte Geräte mit IR-Sender übermitteln die entsprechenden Befehle an die Endgeräte.

Ähnlich wie bei Bluetooth kannst du günstige ESPHome-Geräte im Haus verteilen – Home Assistant erkennt sie automatisch als „Infrared Proxies". Besonders praktisch: Kein mühsames Anlernen der Fernbedienung mehr. Integrationen enthalten jetzt Datenbanken für tausende Geräte – du wählst einfach die Marke deines Fernsehers oder deiner Klimaanlage direkt in der UI aus und alles funktioniert.

Das Update integriert sich mit ESPHome und unterstützt Geräte wie den Seeed Studio XIAO IR Mate (ab ca. 10 US-Dollar), der als lokaler IR-Proxy mit Lernfunktion dient – IR-Geräte lassen sich so direkt in Automationen und Dashboards einbinden, ohne zusätzliche Gateways oder Hardwareaustausch. Einen Haken solltest du aber kennen: Die Infrarot-Kommunikation ist eine Einbahnstraße – Statusrückmeldungen vom Gerät gibt es nicht.

Automationen endlich auf Augenhöhe mit dem echten Leben

Neben der Infrarot-Unterstützung bringt das Update nach Entwicklerangaben die umfangreichste Erweiterung an neuen Funktionen für den Automatisierungs-Editor. Das Ziel dahinter: Statt technischer Parameter wie Entity-States oder numerischer Schwellenwerte können Nutzer direkt mit verständlichen Szenarien arbeiten – zum Beispiel „Wenn ein Licht eingeschaltet wird" oder „Wenn die Heizung läuft". Diese sogenannten zweckgebundenen Trigger und Bedingungen vereinfachen das Erstellen von Automationen deutlich.

Der entscheidende Schritt in 2026.4 sind die domänenübergreifenden Trigger: Bisher war jeder Trigger an einen bestimmten Entity-Typ gebunden. Ein „Tür offen"-Trigger reagiert jetzt auf jede beliebige Türen-Entity – egal ob Kontaktsensor oder motorisiertes Garagentor. Das gilt ebenso für Temperatursensoren, Klimageräte und Warmwasserbereiter.

Besonders praktisch im Alltag: Der Auslöser „Wenn ein Fenster im Obergeschoss geöffnet wird" bezieht automatisch alle Fenster ein, ohne jedes einzeln hinzufügen zu müssen – auch nachträglich eingebaute Fenstersensoren werden automatisch berücksichtigt. Wenn du einen alten Sensor durch einen anderen Gerätetyp ersetzt, funktioniert die Automation weiter, da sie dem logischen Status folgt, nicht der technischen Kategorie.

Matter-Schlösser, KI-Einblicke und 14 neue Integrationen

Home Assistant 2026.4 ergänzt einen Manager für Matter-Schlösser. Über eine neue Ansicht auf der Geräteseite lassen sich Nutzer und PIN-Codes direkt verwalten: Du kannst einen Nutzer anlegen, einen Code vergeben und zwischen Vollzugriff oder Einmalzugriff wählen – letzterer wird nach Verwendung automatisch gelöscht.

Das eröffnet sehr praktische Szenarien: temporäre Codes für Handwerker, Einmalzugang für eine Lieferung, oder ein Code für die Nachbarn während des Urlaubs. Auch bei der KI gibt es Neues: Home Assistant zeigt dir jetzt an, was der Assistent „denkt", während eine KI-Anfrage verarbeitet wird – nicht um ihn gesprächiger zu machen, sondern um seine Arbeitsweise transparenter zu gestalten.

Auf der Integrations-Seite ist 2026.4 ebenfalls stark: Das Update bringt insgesamt 14 neue Integrationen, darunter UniFi Access für die lokale Steuerung von Ubiquiti-Zugangssystemen, WiiM für WiiM-Streamer, Solarman für Energiemonitoring und TRMNL für E-Paper-Displays. Bei bestehenden Integrationen gab es ebenfalls spürbare Verbesserungen: SmartThings erhält umfangreichen Support für Saugroboter und Spülmaschinen, Roborock unterstützt nun den Q10, und OpenAI Conversation wurde um GPT-5.4-Support erweitert.

Dashboard-Frische und Sprachsteuerung für Saugroboter

Außerdem neu: Hintergrundfarben für Dashboard-Sektionen, Favoriten auf Dashboard-Karten, vollständiges Matter-Schloss-Management mit PIN-Codes – und du siehst jetzt, was Assist gerade denkt, während es deine Anfragen verarbeitet.

Zusätzlich gibt es eine neu gestaltete Gauge-Karte, automatische Kartenhöhen für aufgeräumtere Dashboards und mehr Transparenz bei KI-gestützten Anfragen. Für Saugroboter-Fans: Was mit Home Assistant 2026.3 bei der Bereichsreinigung begann, funktioniert jetzt auch per Sprachbefehl – du fragst deinen Sprachassistenten einfach, welchen Raum er saugen soll, und der Roboter erledigt den Rest.

Fazit: Home Assistant 2026.4 macht dein Smart Home smarter, ohne dass du viel Geld ausgeben musst. Allein die native Infrarot-Unterstützung ist ein echter Gamechanger – plötzlich werden alle alten Fernseher und Klimaanlagen Teil deiner Automatisierungs-Welt mit einem einzigen günstigen Gerät. Das Update ist ab sofort über die regulären Update-Kanäle verfügbar.

Quellen: home-assistant.io/blog/2026/04/01/release-20264, smarthomeassistent.de, t3.com, basic-tutorials.com, smarthomejunkie.net, homebrainz.de, chrissmart.de

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